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Narren aus dem Mittelalter
"Der
Butzemann
oder auch
Butz
(sowie auch Bütze, butze, Putz, boz, buz, Butzenmann,
Busemand, Buhmann, Boesman oder Böög genannt) ist eine
gespensterhafte, kobold- oder zwergenartige
Kinderschreckfigur und vorwiegend aus dem süddeutschen und
schweizerischen Raum bekannt. Sprachlich ist der Begriff
vermutlich aus dem mittelhochdeutschen Wort bôzen oder
bessen abgeleitet (schlagen, poltern, klopfen)."
(Wikipedia).

Die handgefertigten Butzelarve wurden in früheren Zeiten
beim Butzentreiben getragen, als die Schulbuben in der
Fasnacht die Straßen unsicher machten. Die Masken
entstanden ursprünglich in den Wintermonaten, um die Ängste
zu bewältigen und den garstigen Winter zu vertreiben. In
Bad Hindelang sind sie heute ein fester Bestandteil des
Fasnachtsumzugs. Die „Larven“, wie hier im
Ostrachtal die Masken heißen, wurden aber immer weniger, da
es nicht mehr viele Künstler gibt, die noch Larven
„schnipfeln“. Um die alte Tradition nicht
sterben zu lassen, und einmal im Jahr altes Brauchtum der
Öffentlichkeit zu zeigen, haben sich Magnus Wimmer aus Bad
Oberdorf, Sepp Schmid aus Bad Hindelang und Hermann Schlipf
aus Vorderhindelang zusammengetan, um kostbare, alte Masken
wieder ins Licht des Fasnachttreibens zu rücken.
Die vier auf dem Foto ganz oben aus den 30er- oder
40er-Jahren gezeigten historischen Holzlarven bilden den
Ursprung des Hindelanger Butzentreibens.
Die Gebrüder Franz und Konrad Eberhard, so ist überliefert,
schnitzten für die Dorfjugend vier Butzenlarven. Die Larven
– auf dem Foto von links nach rechts – tragen
die Bezeichnungen „Napoleon“,
„Zahlukare“, „d‘
Gschtrupfte“. Die vierte ist eine alte, unbenannte
Brettlarve, die leider verschollen ist. Die Napoleon-Larve
zählt zu den ältesten im Ostrachtal.

Die drei oben genannten Organisatoren, der Heimatdienst und
der Trachtenverein bemühen sich, diesen Brauch auch in
Zukunft lebendig zu halten. Jeder ist eingeladen, beim
nächsten Fasnachtsumzug als "Butze"
mitzukommen.
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